Hallo,
diejenigen, die sich für politischer Bildungsarbeit und/oder
Aufklärungsarbeit zu lsbt Lebensweisen/Heteronormativität interessieren,
finden vielleicht diese Veranstaltung am Donnerstag interessant, bei der
ich auch vortragen werde.
---------------------------------------
*Kann man Emanzipation bilden?*
Ein Vortragsabend mit Janne Mende und Thomas Viola Rieske
und anschließender offener Diskussion
*Zeit:* *Donnerstag, 11. Februar 2010*
*18.00 Uhr bis circa 20.00 Uhr*
*Ort:* *Rost-/Silberlaube, 1. Etage, JK 25/132, an der Freien Universität in Dahlem, Habelschwerdter Allee 45*
*(U-Bhf. Dahlem-Dorf oder Thielplatz)**
Das Verhältnis von Emanzipation und politischer Bildung erscheint auf
den ersten Blick eindeutig, lässt sich aber im Genaueren nicht leicht
fassen. Kann man Emanzipation tatsächlich /bilden/, also durch
Bildungsprozesse hervorbringen? Erwächst Bildung nicht aus
selbst-bestimmten Prozessen? Sind Bildungsverhältnisse aber nicht immer
schon hierarchisch und daher fremd-bestimmt? Ist Emanzipation demnach
nur in hierarchiefreien Lernprozessen möglich? Oder ist das Ganze doch
komplexer? Und wie sieht es in der Praxis aus?
Janne Mende wird sich der Frage nach dem Verhältnis von Bildung und
Emanzipation aus gesellschaftstheoretischer Perspektive nähern. Sie wird
die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen von Emanzipation in der
politischen Bildung anhand zentraler Problemachsen diskutieren. Thomas
Viola Rieske wird daran anschließend auf die Schwierigkeiten eingehen,
die sich im Rahmen eines Aufklärungsprojektes über
lesbisch-schwul-bi-transsexuelle Lebensweisen an Berliner Schulen
ergeben haben. Hier soll es um Probleme in der praktischen Arbeit und
deren Reflexion gehen, wobei Fragen des Lerninhalts (Aufklärung über
Homosexualität, Heteronormativität oder Homophobie?) und der
Herangehensweise (Aufklärung, Peer Education oder soziale
Selbstverständigung?) im Mittelpunkt des Vortrags stehen werden.
Beide Vortragenden sind in der politischen Bildungsarbeit tätig und
Autor_innen im Sammelband: Emanzipation in der politischen Bildung.
Theorien – Konzepte – Möglichkeiten (hrsg. von Janne Mende/Stefan
Müller), Schwalbach/Ts. 2009.
Thomas Viola Rieske hat Psychologie an der Freien Universität Berlin
studiert und arbeitet derzeit an einer Promotion über die
geschlechterreflektierende pädagogische Arbeit mit Jungen an der
Universität Potsdam.
Janne Mende bereitet momentan ihre Promotion über das Verhältnis von
Kultur, Identität, Universalismus und Kritik vor, um damit an ihr
Studium der Ethnologie, der Psychologie und der Politikwissenschaften
anzuschließen.
Eine Veranstaltung der FSI Psychologie.

